Brand­schutztüren (richtig: Feuer­schutz­ab­schlüsse) besitzen den Zweck, Durch­lässe in brandbeständi­gen wie auch brand­hem­menden Wän­den gegen den Durch­schlag von Brandge­fahren zu schützen.

Solche Türen sind dort zu mon­tieren, wo es die Lan­des­bauord­nung bzw. die jew­eils aktuellen Son­der­bau­vorschriften fes­tle­gen. In der BRD und in Öster­re­ich besitzen die einzel­nen Bun­deslän­der eigene Bauord­nun­gen. In der Regel wer­den  Brand­schutztüren in Durch­brüchen von Brand­wän­den ver­langt. Bei Fluren, von mehr wie 30 m Länge wer­den zur Seg­men­tierung Rauch­schutztüren vorgeschrieben.

Die Kri­te­rien an Brand­schutztüren regelt die DIN 4102–5 in Deutsch­land bzw. die ÖNORM B 3850 in Öster­re­ich. Die Feuer­wider­stand­sklassen dieser Türen sind wie fol­gt aufgeteilt: T30, T60, T90, T120 sowie T180. Die Kennz­if­fer nach dem “T” zeigt  die Brand­dauer, demzu­folge wie lange die Tür dem Durchtritt des Feuers (nicht dem Rauch) stand­hal­ten muss.

Brand­schutztüren wer­den wie fol­gt unter­schieden, feuer­hem­mende Türen = T30, hochfeuer­hem­mende Türen = T60 sowie feuerbeständi­ge Türen = T90. Dabei wird oben­drein in ein­flüg­lige Türen (bsp. T30-1) und zwei­flüg­lige Türen (bsp. T90-2)  unterteilt.

Die Feuer­wider­stand­sklasse ein­er Feuer­schutztür richtet sich nach der Gebäu­de­nutzung und der Forderung an die Wand, wo diese Tür einge­baut wird. Glas, welch­es in eine Brand­schutztür inte­gri­ert wird, muss dieselbe Feuer­wider­stand­sklasse haben wie der Feuer­schutz­ab­schluss (Bsp. T30- Tür mit F30- Ver­glasung).

Die Vorschriften sagen, dass Feuer­schutz­ab­schlüsse allzeit selb­stschließend sein müssen und keines­falls mit­tels Keilen oder Ähn­lichem offen gehal­ten wer­den dür­fen. Wenn die Erforder­nis beste­ht, kön­nen Brand­schutztüren durch Fest­stel­lan­la­gen offen  gehal­ten wer­den. Fest­stel­lan­la­gen wer­den mit­tels Brand­melder ges­teuert, ermit­teln diese einen Brand wird die Tür geschlossen.

Feuer­schutz­ab­schlüsse kön­nen oben­drein rauchdicht sein, um die Aus­bre­itung von Qualm, z.B. bei Fluchtwe­gen, zu ver­hin­dern. Brand­schutztüren sind nur mit Zusatzausstat­tung rauchdicht, rauchdichte Türen müssen keines­falls den Bedin­gun­gen an den Feuer­wider­stand entsprechen. Die Kri­te­rien zu Rauch­schutztüren regelt die DIN 18095. Brand­schutztüren mit Rauch­schutz­funk­tion nach DIN 18095 nen­nt man z.B. “T30-RS”. Die Benen­nung “RS” ste­ht hier­bei für die Rauch­schutz­funk­tion.

Die Rauchdichtigkeit ein­er Tür wird durch eine 4-seit­ig umlaufende Dich­tung sichergestellt. Diese Rauch­schutzdich­tung ver­hin­dert im einge­baut­en und geschlosse­nen Zus­tand der Tür den Durchtritt von kaltem eben­so wie heißem Rauch (bis 200 °C).  Im Brand­fall soll die Rauch­schutztür für die Dauer von 10 Min. die Befreiung von Men­sch und Tier ohne Atem­maske sich­er­stellen. Rauch­schutztüren müssen ständig selb­stschließend sein, diese Funk­tion gewährleis­tet bei Rauch­schutztüren ein Oben­türschließer.

Eine Feuer­schutztür muss vom DIBt (Deutsches Insti­tut für Bautech­nik) als “Feuer­schutz­ab­schluss” bauauf­sichtlich zuge­lassen sein. Eine solche Genehmi­gung wird für 5 Jahre erteilt und auf Antrag auch ver­längert. Erlis­cht eine solche  Zulas­sung, darf die Tür nicht mehr ver­wen­det wer­den. Wurde die Tür jedoch vor Ablauf der Zulas­sung einge­baut und der Übere­in­stim­mungsnach­weis jen­er Fir­ma welche die Tür mon­tiert hat, wurde vom Betreiber auf­be­wahrt, darf die Tür weit­er als Brand­schutztür betrieben wer­den. Brand­schutztüren sind mit­tels einem Schild auf der Tür gekennze­ich­net. Auf diesem Schild ist die Zulas­sungsnum­mer des DIBt, der Her­steller wie auch das Her­stel­lungs­jahr eingeprägt. Fehlt dieses Schild/ Kennze­ich­nung oder wird ent­fer­nt so erlis­cht die Zulas­sung als Feuer­schutz­ab­schluss oder eine Zulas­sung lag nie vor.

Die fol­gen­den Bestandteile sollte jede ordentlich einge­baute Brand­schutztür besitzen:

Rauch­schutztüren brauchen gle­icher­maßen ein Zulas­sungss­child auf dem Tür­blatt wie auch ein all­ge­meines bauauf­sichtlich­es Prüfzeug­niss ein­er anerkan­nten Prüf­stelle. Die Zulas­sung regelt hier­bei auch die Mon­tage der Tür. Brand­schutztüren als auch  Rauch­schutztüren bilden immer eine Ein­heit als Bauele­ment beste­hend aus Tür­blatt, Türzarge sowie Beschlä­gen. Feuer- wie auch Rauch­schutz­ab­schlüsse der ver­schiede­nen Klassen erhält man in ver­schiede­nen Mate­ri­alien. Gebräuch­lich ist dabei Stahl, Alu­mini­um und Holz. Es gibt allerd­ings auch Mis­chkon­struk­tio­nen solch­er Mate­ri­alien. Fern­er sind Brand­schutzele­mente aus Glas bis zu gewis­sen Größen möglich.


Video über Zulas­sung, Prü­fung und Mon­tage von Brand­schutztüren